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Französisch

Chartres-Austausch Tag 1

29. Mai 2018 ·

Heute Vormittag ging es per Flugzeug von Berlin-Tegel nach Paris-Orly, von wo aus uns der Reisebus weiter nach Chartres brachte. Die A11, auf der wir fuhren, führt bis nach Nantes, an die Atlantikküste. Entsprechend hört die Autobahn auf den malerischen Namen LʼOcéane. Wie wohl bei uns A2 und A10 hießen, wenn wir ihnen Namen gäben?

Am frühen Nachmittag erblickten wir am Horizont die weltberühmte Kathedrale, in Chartres erwarteten uns schon unsere Austauschpartnerinnen und -partner mit Fähnchen und – teils gekauften teils selbst gemachten – Berlin- und Deutschland-T-Shirts.

Unsere Partnerschule, das Collège Hélène Boucher, war einst ein Lyzeum für junge Mädchen – un lycée de jeunes filles. Mittlerweile gehören auch Jungen der 800 Personen starken Schülerschaft an. Die Namensgeberin, Hélène Boucher, war Pilotin. Sie setzte sich auch für Frauenrechte ein, verunglückte aber 1934 im Alter von nur 36 Jahren.

Gleich beim Rundgang durch die Schule und über den Hof fiel uns eine Besonderheit auf, die wir bei uns in Deutschland nicht kennen. Dicht gereiht stehen auf dem Boden des Hofes Nummern, es sind Raumnummern. Dort versammeln sich die Schülerinnen und Schüler bei Wind und Wetter am Morgen vor Schulbeginn und nach jeder großen Pause bei der Raumnummer, wo sie als nächstes Unterricht haben werden. Die Lehrkraft holt sie ab, man geht dann vom Hof gemeinsam zum Raum. Diejenigen, die keinen Unterricht haben, etwa weil er ausfällt, gehen in die permanence, die ein wenig unseren FLEX-Zeiten ähneln.

Wir danken herzlich dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW/OFAJ) für die großzügige Förderung unseres Schüleraustausches.

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